Hochgebirgstour Stubaier Alpen (LL)
Stubaier-Schidurchquerung von 11.-16.04.2010 mit folgenden Gipfeln:
Wildes Hinterbergl, Ruderhofspitze, Kuhscheibe, Schrankogel, Östl. Knotenspitze u.a.
Drei Kameraden aus userer Ortsstelle (Robert, Bernd und Jogl) gingen bei dieser langen und anstrengenden Tour der Landesleitung mit.
Robert hat uns einen detailierten Bericht zukommen lassen (siehe unten).
Fotos
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Bericht von Robert Bergmann
Schidurchquerung Stubaier Alpen
11.-16.4.2010
An der von der Landesleitung ausgeschriebenen Schidurchquerung der Stubaier Alpen nahmen von unserer Ortsstelle Bernd, Jogl und Robert teil. Geführt wurde die neunköpfige Gruppe von Roman Dirnböck, einem Bergführer und Bergretter der Ortsstelle Reichenau.
Das Ziel des Kurses war neben der Durchquerung vor allem das Trainieren der Spuranlage, die Lawinenbeurteilung, die Tourenplanung sowie die Orientierung im hochalpinen Gelände.
Ausgangsort der Tourenwoche war Neustift im Stubaital, von wo wir zur Franz Senn Hütte (2.147m) aufstiegen.
Unser erster Tourentag führte uns bei traumhaftem Wetter und herrlichen Schneeverhältnissen über den Wilden Turm auf das Wilde Hinterbergl auf 3.288m. Über den Bergglasferner ging es dann zurück zur Franz Senn Hütte.
Am Di stiegen wir über den Alpeiner Ferner und nach Anlage eines Schidepots über den schönen Grat zum Gipfel der Ruderhofspitze (3.473) auf. Danach querten wir den Alpeiner Ferner, seilten uns über das Schwarzenbergjoch ab und fuhren dann über den Schwarzenbergferner zur Amberger Hütte ab.
Am dritten Tourentag konnten wir bei starkem Schneefall und Nebel unsere Orientierungskenntnisse mittels Karte und GPS beim Aufstieg auf den Kuscheibenspitz (3.180m) unter Beweis stellen.
Der Schrankogel (3.496) stand am vierten Tag am Programm, wobei wir auf Grund der nicht unerheblichen Neuschneemenge bis zum Gipfel spuren mussten. Da war dann vor allem beim Spuren nach dem Schidepot über den ausgesetzten Grat bis hin zum Gipfel gute Kondition und Geschick gefragt! Aber auch diese Herausforderung meisterten wir bravourös.
Über die Wildgratscharte (wo wir uns wiederum abseilten) und den Wildgrat-/Alpeiner Ferner gings dann bei herrlichem Pulverschnee zurück zur Franz Senn Hütte. Das Bier auf der Hütte hatten wir uns nach diesem langen Tourentag jedenfalls mehr als verdient!
Am fünften Tag konnten wir unseren fünften Dreitausender, die Innere Sommerwand (3.122m), bezwingen.
Abschließend können wir allen Bergrettungskolleginnen und -kollegen die Teilnahme an diesem Kurs nur wärmstens empfehlen! Wir konnten viele neue Erfahrungen sammeln und unser Wissen hinsichtlich der vorgegebenen Kursziele ganz klar erweitern.
War eine wirklich geniale Woche!
